Die auf Personaldienstleistungen und Talentlösungen fokussierte Adecco mit Zentrale in Zürich unternimmt einen weitreichenden Schritt bei der digitalen Transformation der Arbeitswelt. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird die KI-Lösung Agentforce Coworker nach erfolgreichen Pilotprojekten in Grossbritannien und Frankreich nun global in mehr als 40 Ländern ausgerollt.
Mit diesem Rollout erhalten rund 27.000 Mitarbeitende weltweiten Zugriff auf den digitalen Assistenten. Die von Salesforce entwickelte Plattform basiert auf der "Claude“-Technologie von Anthropic. Sie fungiert als direkter „KI-Kollege“ im System und soll Arbeitsabläufe in den Bereichen Vertrieb, Personalbeschaffung sowie bei der Betreuung von Kunden und Kandidaten signifikant unterstützen.
Die Technologie bündelt Daten, Systeme und Unternehmenswissen, die zuvor auf dutzende Einzelwerkzeuge verteilt waren, in einer einzigen Benutzeroberfläche. Vertriebsteams und Recruiter können damit schneller potenzielle Kunden identifizieren, Verkaufsunterlagen vorbereiten und fundierte Einblicke in den Status von Leads erhalten. Zudem lassen sich automatisierte Vorauswahlen für Bewerber treffen und Onboarding-Prozesse anstossen. Die Basis hierfür bildet ein enormer Erfahrungsschatz: Das System greift auf den Kontext von mehr als 2,5 Millionen Interaktionen zwischen KI-Agenten und Kandidaten zurück, die seit dem Start der ersten Testphasen im Frühjahr 2025 verzeichnet wurden.
Laut Denis Machuel, CEO der Adecco Group, findet derzeit die grösste Umgestaltung der Arbeitswelt seit der Einführung des Internets statt. Das Ziel der KI-Initiative sei es keineswegs, den Menschen zu ersetzen, sondern ihn zu entlasten. Indem Routineaufgaben automatisiert würden, gewännen die Recruiter wertvolle Zeit zurück, um sich auf das zu konzentrieren, was Maschinen nicht leisten könnten: den echten, persönlichen Austausch mit Bewerbern und Unternehmenskunden.
