Neun von zehn US-Arbeitnehmern der Generation Z geben an, wegen Beiträgen in sozialen Medien negative Konsequenzen am Arbeitsplatz erfahren zu haben – darunter Verwarnungen, Verweise und Konflikte mit Vorgesetzten. Dies zeigt eine jüngst veröffentlichten Umfrage des Karriereportals Zety.com unter über 900 Angehörigen der Jahrgänge 1995 bis 2010.
Die Folge: Mitarbeiter der Generation Z passen ihre Social-Media-Präsenz an und schränken sie ein, um negative Auswirkungen im Job zu vermeiden. 95 Prozent haben laut Umfrage bereits vermieden, ihre ehrliche Meinung online zu äussern, weil sie glauben, dass dies der Karriere schaden könnte,
Umgekehrt äussern in der Zety-Befragung zwei Drittel (67 Prozent) von ihnen, von Vorgesetzten unter Druck gesetzt worden zu sein, sich online mit ihnen zu vernetzen. 25 Prozent gaben an, den gleichen Druck von Kollegen verspürt zu haben.
Die Befragten würden indes am ehesten einen Kollegen oder direkten Vorgesetzten (jeweils 57 Prozent) zu ihren Social-Media-Konten hinzufügen, gefolgt von einem Vorgesetzten aus einer anderen Abteilung (44 Prozent), einem Untergebenen (21 Prozent) und einer Führungskraft (neun Prozent).
Zety zufolge unternehmen Arbeitnehmer der Gen Z bewusste Schritte, um ihr Online-Auftreten zu gestalten und potenzielle berufliche Risiken zu begrenzen. 69 Prozent der Befragten äusserten, ihre Social-Media-Profile teilweise oder vollständig privat zu halten, während 57 Prozent angaben, ihre Beiträge sorgfältig auszuwählen, um professionell zu wirken.
34 Prozent erklärten in der Befragung, private und berufliche Konten getrennt zu führen. 30 Prozent löschen oder archivieren demnach alte Beiträge und elf Prozent machen ihre Inhalte ausschliesslich engen Freunden zugänglich.
"Angesichts der anhaltenden Auswirkungen der Generation Z auf die sozialen Medien vollzieht sich derzeit ein Wandel in der Art und Weise, wie der berufliche Ruf in Echtzeit entsteht und bewertet wird", bilanziert Zety in Hinblick auf die Umfrageergebnisse. "Bis klarere Normen etabliert sind, agieren die Mitarbeiter in einem Umfeld, in dem die Wahrnehmung ebenso viel Gewicht haben kann wie die Leistung."
