Basilien und Instagram: international am stärksten vertreten (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Unter den an der Fussball-Weltmeisterschaft 2026 teilnehmenden 48 Nationen erzielt Brasilien auf Instagram die grösste Reichweite. Zu dem Ergebnis kommt die HHL Leipzig Graduate School of Management in ihrer aktuellen Auswertung. Im Ranking folgen dann Argentinien und Deutschland.

Den Experten nach ist aber nicht die Reichweite einzelner Weltstars relevant, sondern wie breit sich diese auf Spieler, Trainer und Verband verteilt. Instagram sei im Fussball Standard: 1.265 der 1.341 untersuchten WM-Akteure (94 Prozent) seien hier präsent. Dazu zählen der Studie nach alle 48 Verbände, 96 Prozent der 1.245 Spieler und 56 Prozent der 48 Nationaltrainer. Letztere mit Instagram-Account sind im Schnitt fünf Jahre jünger als Kollegen ohne Account.

"Soziale Medien gehören zum internationalen Fussball wie Stadien und Fernsehkameras. Wer Fussballmarken führt, muss digitale Communities strategisch denken", so HHL-Sportökonom und Studienleiter Henning Zülch. Brasilien führt mit 18,2 Mio. Instagram-Followern. Dahinter folgen Argentinien (12,2 Mio.) und Deutschland (6,2 Mio.). Portugal landet trotz der weltweit grössten Einzelreichweite von Cristiano Ronaldo (666 Mio.) nur auf Rang sieben.

Doch Instagram-Popularität allein folgt laut der HHL-Untersuchung nicht zwangsläufig dem sportlichen Erfolg: Marokko, Ägypten und Kolumbien erreichen bessere Platzierungen im Ranking als etabliertere Fussballnationen. Mögliche Gründe laut den Wissenschaftlern: grosse internationale Fangemeinschaften oder kulturelle Identifikation.