Facebook bekundet weitere Probleme mit iPhone-Datenschutz (Bild Pixabay/Geralt)

Das weltweit grösste Soziale Netzerwerk Facebook bekundet weiterhin Probleme, sein Werbegeschäft an den verstärkten Schutz der Privatsphäre auf dem iPhone anzupassen. Der Erfolg ihrer Anzeigen-Kampagnen sei nicht so stark abgesackt, wie dies fehlerhafte Facebook-Daten vermuten liessen, versuchte Facebook seine Werbekunden via Blogeintrag zu beruhigen.

Wie Facebook betont, sei die Zahl der Fälle, in denen Nutzer auf Anzeigen reagierten, durchschnittlich um 15 Prozent niedriger dargestellt worden. Zugleich sei dies lediglich ein Mittelwert und der Effekt für einzelne Werbekunden könne davon erheblich abweichen. Von den sogenannten "Conversions" spricht man etwa, wenn Nutzer auf eine Anzeige zum Beispiel mit Werbung für eine App klicken. Für die Firmen hinter der Werbung ist es ein wichtiger Wert, um den Erfolg ihrer Investitionen in Anzeigen unter anderem bei Facebook zu messen.

Der kalifornische IT-Gigant Apple hatte im Frühjahr die Möglichkeiten von iPhone-Nutzern, ihre Privatsphäre zu schützen, ausgeweitet. App-Entwickler müssen nun eine ausdrückliche Erlaubnis einholen, wenn sie das Verhalten eines iPhone-Nutzers quer über verschiedene Dienste und Anwendungen hinweg zu Werbezwecken beobachten wollen. Da viele dies ablehnen, warnt Facebook bereits seit längerer Zeit, dass die Fähigkeit des Online-Netzwerks, Werbung zielgenau bestimmten Nutzergruppen anzeigen zu können, darunter leiden werde. Apple kontert, Privatsphäre sei ein Menschenrecht.

Facebook will in einem auf mehrere Jahre angelegten Projekt ein System entwickeln, das es erlauben soll, auch mit der Verarbeitung von weniger Nutzerdaten personalisierte Werbung anzuzeigen und den Erfolg der Kampagnen zu messen. "Diese Anstrengungen werden Zeit brachen", räumte das Online-Netzwerk allerdings ein.