Der US-amerikanische Multimilliardär und designierte Bürokratie-Entrümpeler von Donald Trump, Elon Musk, geht erneut juristisch gegen die ChatGPT-Entwicklerin OpenAI vor. Laut einem Bericht des TV-Senders CNBC beantragten die Anwälte von Musk eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen, das weltweit zu den wertvollsten privat geführten in der Branche zählt. Die Verfügung sehe unter anderem vor, die ursprünglich als Non-Profit-Organisation gegründete OpenAI davon abzuhalten, profitorientiert zu arbeiten sowie auch OpenAI daran zu hindern, ihre Investoren von der Finanzierung konkurrierender Unternehmen auszuschliessen.
Elon Musk war 2015 einer der Mitbegründer von OpenAI gewesen. Er stieg drei Jahre später aus. Bereits im März hatte der Unternehmer eine Klage gegen OpenAI wegen dessen kommerzieller Neuausrichtung eingereicht. In der Klageschrift hatte Musk argumentiert, dass das Unternehmen als gemeinnützige Organisation gegründet worden sei. Mittlerweile sei der Entwickler des Chatbots ChatGPT aber de facto ein gewinnorientiertes Tochterunternehmen des Softwarekonzerns Microsoft.
Konkret steht laut dem CNBC-Bericht neben Musk und seinem KI-Startup xAI mit Shivon Zilis auch ein früheres Mitglied des OpenAI-Boards hinter der Klage. Doch wenn man genauer hinschaut, geht es Musk nicht nur um die Non-Profit-Orientierung, die spätestens nach dem milliardenschweren Einstieg von Microsoft verloren zu gehen droht. Zentrales Problem ist vielmehr gemäss den Anwälten von Musk, dass OpenAI Investor:innen dazu anhalte, einer Art "Gruppenboykott" zuzustimmen, "der xAI den Zugang zu wichtigem Investitionskapital versperrt". Dabei profitierten Microsoft und OpenAI von wettbewerbsrelevanten Informationen, die während der Anfangsjahre der Entwicklung generativer KI geteilt worden seien.
Davon abgesehen warnte der Tesla- und X-Besitzer wiederholt vor den Gefahren von künstlicher Intelligenz (KI) und bezeichnete diese sogar als die "grösste existenzielle Bedrohung". Zugleich investiert er aber selber auch enorm in diesen Bereich und gründete mit xAI ein eigenes KI-Unternehmen.
