Symbolbild: IBM

Rund drei Viertel aller Mainframe-Ausstiegsprojekte, die in diesem Jahr angestossen werden, werden den erwarteten Nutzen nicht erzielen. Der Grund: Die Fähigkeiten von Tools auf Basis generativer KI (GenAI) werden überschätzt. Dies prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gartner.

"Zwischen den Marketingversprechen rund um GenAI und der tatsächlichen Fähigkeit dieser Technologien, komplexen Legacy-Code zu transformieren und zu migrieren, klafft eine wachsende Lücke", betont Alessandro Galimberti, VP Analyst bei Gartner. "Gleichzeitig übt der hohe Druck von Investoren auf Anbieter starken Einfluss darauf aus, KI in ihre Angebote zu integrieren, unabhängig davon, ob dies die Ergebnisse tatsächlich spürbar verbessert. In Kombination mit der geschäftskritischen Bedeutung vieler Mainframe-Anwendungen, die sie faktisch ‚too big to fail‘ macht, sowie dem zunehmenden Verlust erfahrener Fachkräfte entsteht für Führungskräfte im Bereich Infrastruktur und Betrieb (I&O) eine gefährliche Risikolage. Schlecht geplante Ausstiegsstrategien werden dadurch zunehmend untragbar."