Digitalisierung: Mittelstand investiert trotz Krise wieder mehr (Bild: beasternchen, pixabay.com)

Laut dem "Mittelstandspanel" der KfW ist der deutsche KMU-Anteil (kleine und mittlere Unternehmen) mit abgeschlossenen Digitalisierungsvorhaben zwischen 2021 und 2023 zum zweiten Mal in Folge auf nun 35 Prozent gestiegen. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als vor Ausbruch der Corona-Pandemie in den Jahren 2017 bis 2019 und zwei Prozentpunkte mehr als von 2020 bis 2022.

Das Thema Digitalisierung bleibt trotz Wirtschaftskrise für viele Mittelständler ein Muss bei Investitionen in die künftige Wettbewerbsfähigkeit. So haben zuletzt 1,3 Mio. der insgesamt 3,84 Mio. Firmen Digitalisierungsprojekte durchgeführt - 100.000 mehr als in der Vorerhebung.

"Viele Unternehmen sehen offenbar ungeachtet der konjunkturellen Lage eine grosse Notwendigkeit für Digitalisierungsmassnahmen, etwa weil sie mit dauerhaften Nachfrageverschiebungen hin zu digitalen Angeboten und Vertriebswegen rechnen", so KfW-Experte Volker Zimmermann.

2023 haben Mittelständler in Deutschland 31,9 Mrd. Euro in Digitalisierungsprojekte investiert. Das waren nominal 2,6 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr, preisbereinigt blieb ein Plus von einer Mrd. Euro. Auch gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 bedeutet dies eine enorme Steigerung.

Trotzdem bleibt noch viel Luft nach oben - insbesondere mit Blick auf die internationale Konkurrenz. So beliefen sich die Investitionsausgaben der KMUs in Deutschland 2023 auf 250 Mrd. Euro - die Firmen gaben für traditionelle Investitionen knapp achtmal so viel wie für ihre Digitalisierung aus, konstatiert die KfW.

Im Schnitt gaben Mittelständler 2023 für ihre Digitalisierung 25.000 Euro aus. Das sind 23 Prozent mehr als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Kleine Unternehmen gaben im Schnitt 8.000 Euro aus, grosse dagegen 216.000 Euro. Grosse Mittelständler gaben somit im Durchschnitt knapp das 27-Fache der kleinen Unternehmen für ihre Digitalisierung aus.