Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery (WBD) haben nun definitiv den historischen Deal besiegelt, demzufolge Paramount das Unternehmen WBD für 111 Milliarden US-Dollar übernimmt. Konkret zahlt Paramount 31,00 USD pro Aktie in bar für alle ausstehenden Aktien des Hollywood-Urgesteins. Der Abschluss der Transaktion (Closing) wird für das dritte Quartal dieses Jahres erwartet, sofern die Aktionäre von WBD zustimmen und die Regulierungsbehörden grünes Licht geben.
Wobei Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta die Unternehmen bereits warnte, dass es eine Wettbewerbsprüfung geben werde und eine Übernahme von Warner durch Paramount noch keine sichere Sache sei. Auch die Wettbewerbshüter in Washington werden den Deal angesichts seiner Dimension unter die Lupe nehmen.
Erst am vergangenen Donnerstag ist der Rivale Netflix aus dem Bieterstreit um Warner Brothers ausgestiegen und hatte damit den Weg für die Übernahme von WBD durch Paramount frei gemacht. Netflix bot knapp 83 Milliarden Dollar (rund 70,23 Euro) nur für das Studio- und Streaminggeschäft von Warner Brothers. Die TV-Sender sollten in eine neue Firma abgespalten werden. Paramount hingegen warf nach der Erhöhung rund 111 Milliarden Dollar (rund 93,93 Mrd. Euro) für den gesamten heutigen Konzern samt der Fernsehsparte in die Waagschale.
Paramount-Chef David Ellison, der Sohn von Oracle-Gründer und Trump-Unterstützer Larry Ellison, will laut Mitteilung "das Erbe zweier legendärer Unternehmen würdigen“. Der Vorstandsvorsitzende von Warner Bros. Discovery, David Zaslav, zeigte sich "sehr zufrieden mit dem Ergebnis“.
Durch den Zusammenschluss entsteht ein Powerhouse mit Marken wie HBO, CNN, Warner Bros. Studios, CBS und Paramount+. Die gemeinsame Filmbibliothek umfasst über 15.000 Titel, darunter Franchises wie Harry Potter, Game of Thrones, DC Universe und Mission: Impossible. Das neue Unternehmen hat sich verpflichtet, jährlich mindestens 30 Filme ins Kino zu bringen (15 pro Studio).
In dem Bieterkampf geht es auch um das Schicksal des Nachrichtensenders CNN, bei dem oft kritisch über Trump berichtet wird. Trump sagte im Dezember, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsle. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.

