Bild: Cisco

Die US-amerikanische Netzwerkausrüsterin Cisco hat mit ihrem "Sovereign Critical Infrastructure"-Portfolio ein eigens auf europäische Kunden abgestimmtes Angebot lanciert, dass den Anwenderfirmen auf dem alten Kontinent mehr Kontrolle und Autonomie über ihre digitale Infrastruktur und Daten einräumen soll. Das Lösungspaket sei vollständig konfigurierbar und könne von Kunden in ihrer eigenen abgekapselten ("air-gapped"), lokal betriebenen Infrastruktur genutzt werden, so Cisco. Es umfasst die Kernproduktlinien von Cisco – von Routing, Switching und Wireless bis hin zu Collaboration und ausgewählten Endgeräten – ergänzt durch Sicherheits- und Observability-Lösungen von Cisco und Splunk.

Staatliche Institutionen zum Beispiel sollen damit die vollständige Kontrolle über ihre kritischen Systeme behalten können. Und Banken, das Gesundheitswesen und andere regulierte Branchen erhielten mehr Flexibilität, wie sie Souveränität und Compliance sicherstellen könnten, verspricht Cisco. Darüber hinaus sollen KI-Unternehmen und andere innovationsgetriebene Organisationen mit Cisco nun europaweit eigene Rechenzentren aufbauen können – als Fundament einer souveränen, europäischen KI-Infrastruktur, so der kalifornische Netzwerkriese.

"Technologische Fortschritte bieten Unternehmen und Organisatione in Europa eine besondere Chance", meint Gordon Thomson, Präsident von Cisco Emea (Europa, Naher Osten, Afrika) dazu. "Unsere Kunden wollen die Kontrolle über ihre digitale Infrastruktur und ihre Daten bewahren. Gleichzeitig erwarten sie die Freiheit, die passenden Bereitstellungsmodelle für ihren Betrieb, ihre Sicherheitsanforderungen und ihre strategischen Ziele wählen zu können. Mit unserem Portfolio bieten wir genau das und stellen sicher, dass Kunden über die Technologie und Flexibilität verfügen, um sichere und widerstandsfähige digitale IT-Systeme aufzubauen."

Konkret kann das "Cisco Sovereign Critical Infrastructure"-Portfolio den Angaben nach von den den Anwenderunternehmen entsprechend ihren Anforderungen lokal betrieben und selbst verwaltet werden ("on-premises"). Ausserdem sei es so konzipiert, dass es in einer abgekapselten ("air-gapped") Umgebung funktioniere. Cisco habe keine Möglichkeit, Produkte aus der Ferne zu deaktivieren. Damit liege die Kontrolle vollständig bei den Nutzerfirmen. Desweiteren unterstützt Cisco Kunden dabei, ihre Compliance-Anforderungen zu erfüllen – mit Lösungen, die den wichtigsten grundlegenden, EU-weiten und länderspezifischen Zertifizierungen und Standards entsprechen. Die meisten lokalen Lösungen unterstützen IPv6 und sind nach Common Criteria zertifiziert. Zudem verfolge Cisco einen klaren Fahrplan, um die neue EU-Cybersecurity-Zertifizierung (EUCC) zu erhalten. Das Portfolio lässt sich ebenfalls an individuelle Sicherheits- und Compliance-Anforderungen anpassen – etwa durch kundenseitig verwaltete Verschlüsselung. Es kann darüber hinaus in hybriden Umgebungen genutzt werden, die Cloud-Dienste mit einem hohen Mass an lokaler Kontrolle kombinieren.

Das "Cisco Sovereign Critical Infrastructure"-Portfolio steht den Infos zufolge ab sofort zur Verfügunng.