Der Boom im Bereich Künstlicher Intelligenz hat dem südkoreanischen Chiphersteller SK Hynix im dritten Quartal des laufenden Jahres einen Rekordgewinn beschert. Zudem hat der Nvidia-Zulieferer bereits seine gesamte Produktion für das kommende Jahr verkauft. Konkret stieg der operative Gewinn im dritten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahr um 62 Prozent auf 11,4 Billionen Won (8,02 Milliarden Dollar), dies bei einem Umsatz von 24,4 Billionen Won. Analysten hatten allerdings mit noch mehr gerechnet, nämlich mit einem Umsatz von 24,73 Billionen Won und einem operativen Gewinn von 14,91 Billionen Won.
SK Hynix will nun verstärkt in den Ausbau der Fertigungskapazitäten investieren, um dem wachsenden Bedarf an Hochleistungsspeichern für KI nachkommen zu können. Der südkoreanische Konzern ist bei HBM-Speichern (High Bandwidth Memory), die Unmengen von Daten sehr schnell verarbeiten können, gemeinsam mit dem US-Konzern Micron technologisch führend.
SK Hynix hat eigenen Angaben zufolge bereits auch Testexemplare der nächsten Speicherchip-Generation "HBM4" an Kunden ausgeliefert. Darüber hinaus wurde anfangs Oktober eine Kooperation mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI publik. In deren Rahmen soll das Unternehmen gemeinsam mit dem Lokalrivalen Samsung Speicherchips für KI-Rechenzentren an OpenAI liefern.
