Logobildquelle: Samsung

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung verzeichnete im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres dank des KI-Booms (Künstliche Intelligenz) historische Rekordzahlen. Der Betriebsgewinn explodierte im Vergleich zum Vorjahr förmlich auf schätzungsweise 89,4 Billionen Won (ca. 51 Milliarden Euro). Der Umsatz verdoppelte sich fast auf 171 Billionen Won. Die detaillierten Geschäftsergebnisse veröffentlicht der Konzern Ende Juli.

Der operative Gewinn ist 19-mal so hoch wie im Vorjahresquartal. Er ist sogar höher als der Gesamtjahresgewinn der vergangenen drei Jahre zusammen. Das Rekordergebnis beinhaltet bereits erhebliche Rückstellungen für Mitarbeiterboni. Nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft im Mai fliessen hohe Summen der Chip-Gewinne direkt an die Belegschaft.

Hintergrund der fulminanten Zahlen ist, dass KI extrem viel Speicher erfordert und Samsung in diesem Bereich weltweiter Marktführer ist. Der weltweite Ausbau von KI-Rechenzentren sorgt für eine enorme Verknappung bei Hochleistungsspeichern (HBM) sowie herkömmlichen DRAM- und NAND-Produkten, was die Margen massiv nach oben treibt.

Trotz der Rekordzahlen fiel der Kurs der Samsungaktien um etwa 8 Prozent. Experten sagen, dass Investoren die guten Zahlen erwartet haben, aber befürchten, der KI-Boom könne abflauen. Konkret wachsen am Markt die Sorgen, ob der KI-Infrastruktur-Boom der US-Tech-Riesen in diesem Tempo anhält oder sich die Investitionen in Rechenzentren bald verlangsamen werden.