Osram hat den Verkauf seines Sensor-Teilgeschäfts an Infineon in trockene Tücher gebrachtt. Die Transaktion wurde von den beiden Firmen bereits Anfang Februar angekündigt. Infineon blättert für das Portfolio 570 Millionen Euro in bar auf den Tisch.
Es handelt sich dabei um das nicht-optische Analog- und Mixed-Signal-Sensorportfolio. Die Übernahme läuft als Asset Deal und beinhaltet Produkte, geistiges Eigentum (IP) sowie Forschungs- und Testkapazitäten, jedoch keine eigenen Fabriken. Zudem wurde ein mehrjähriger Liefervertrag abgeschlossen. Rund 230 Angestellte von AMS-Osram wechseln im Zuge des Closings zu Infineon.
Infineon rechnet damit, dass die zugekaufte Sparte bereits im laufenden Jahr einen Umsatz von rund 230 Millionen Euro beisteuern wird.
Für AMS-Osram dient der Erlös in erster Linie dem Schuldenabbau und der Stärkung der Bilanz. Der Konzern fokussiert sich im Rahmen seiner Neuausrichtung künftig ganz auf das Kerngeschäft der digitalen Photonik (pixelbasierte Emitter und optische Sensoren). Der DAX-Konzern Infineon will mit dem Zukauf seine Marktposition bei Sensoren für Automobil-, Industrie- und Medizinanwendungen weiter ausbauen.
