AMS-Sitz in Unterpremstätten (Bild: AMS)

Zwar hat der an der Schweizer Börse gelistete steirisch-bayrische Halbleiterhersteller AMS Osram im dritten Quartal des laufenden Fiskaljahres im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger Umsatz erzielt, dafür hat sich aber die Profitabilität verbessert. Konkret ging der Umsatz von Juli bis Ende September laut den Angabenum um drei Prozent auf 853 Millionen Euro zurück. Gründe seien der schwächere US-Dollar und das nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Halbleitergeschäft. Bereinigt um diese Effekte hätte laut den Angaben ein Wachstum von rund 9 Prozent herausgeschaut, so die Steirer.

Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) stagnierte bei bei 166 Millionen, womit sich aber die entsprechende Marge auf 19,5 von 18,8 Prozent verbesserte. Ein Gewinn aus dem Verkauf einer Produktionsanlage am Standort Singapur des Konzerns habe positiv dazu beigetragen.

Letztlich nahm der Reingewinn im dritten Quartal unter dem Strich um 27 Prozent auf 27 Millionen ab. Diese Kennziffer sei wie üblich von Bereinigungen wie Transformationskosten, Kaufpreisallokationen und aktienbasierte Vergütungen beeinflusst, wird in der Mitteilung betont. Mit den Zahlen hat das Unternehmen bewegt sich AMS Osram im Rahmen der Erwartungen der Börsianer.

Im Hinblick auf die strategische Ausrichtung sieht sich der Konzern mit Hauptsitz im steirischen Premstätten und Co-Hauptsitz in München im richtigen Fahrwasser. So seien im dritten Quartal Kosteneinsparungen von rund 185 Millionen realisiert worden. Der freie Cashflow sei in der Folge bei 43 Millionen zu liegen gekommen. Im Gesamtjahr peilt das Unternehmen bei dieser Kennzahl weiterhin einen Wert von über 100 Millionen an .

Weiters liege man auch mit dem Verkaufsprozess von Geschäftsteilen im Plan. Dieser sieht vor, 2026 Erlöse von deutlich über 500 Millionen Euro zu tätigen, um die Schuldenlast zu senken.

Im Ausblick auf das vierte Quartal geht AMS Osram nun einen Umsatz in einer Spanne von 790 bis 890 Millionen Euro nach 882 Millionen im Vorjahresquartal aus. Die bereinigte Ebitda-Marge soll 17,5 Prozent betragen bei einer möglichen Schwankungsbreite von 1,5 Prozent. Insgesamt wird erwartet, dass das Halbleitergeschäft seinem typischen saisonalen Muster folge und im vierten Quartal schwächer ausfalle als im dritten, so die Steirer abschliessend.