Die US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Advent International hat nun der Schweizer Halbleiterherstellerin U-Blox mit Sitz in Thalwil ein öffentliches Kaufangebot in Höhe von 135 Franken je Aktie in bar unterbreitet. Damit wird U-Blox mit rund 1,05 Milliarden Franken bewertet.
Einer Aussendung zufolge unterstütze der Verwaltungsrat von U-Blox die Transaktion einstimmig und empfehle den Aktionären, das Angebot anzunehmen. Auch der grösste Einzelaktionär, der SEO Master Fund LP mit rund 9 Prozent der Aktien, habe sich zur Andienung seiner Beteiligung verpflichtet.
Der Angebotspreis von 135 Franken je Aktie in bar entspreche einer Prämie von 53 Prozent auf den unbeeinflussten volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten sechs Monate bis zum 14. August 2025, also vor den ersten Medienberichten über eine mögliche Transaktion, so die Meldung. Für die letzten 60 Handelstage entspricht dies einer Prämie von 32 Prozent. Das Kaufangebot steht unter Vorbehalt üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen. So wird unter anderem eine Mindestandienungsquote von zwei Dritteln (66,67 Prozent) des vollständig verwässerten Aktienkapitals genannt.
Laut der Vorankündigung läuft die Angebotsfrist voraussichtlich vom 11. September bis 9. Oktober 2025, die Nachfrist wäre dann vom 16. Oktober bis zum 29. Oktober. Der Vollzug wird innerhalb von sechs Monaten erwartet. Nach Abschluss sollen die U-Blox-Aktien dann von der SIX Swiss Exchange dekotiert werden.
Erste Gerüchte über das Interesse von Advent an U-Blox waren bereits am Freitagnachmittag aufgekommen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte darüber berichtet, worauf der Aktienkurs bereits sprunghaft in die Höhe geschossen war. Kurz darauf bestätigte U-Blox selber, dass Gespräche mit Advent über eine mögliche Übernahmetransaktion liefen. Marktanalysten rechnen damit, dass es durchaus noch zu Gegenangeboten kommen könnte.
Aktuell befindet sich U-Blox in einer Turnaround-Phase. Anfang Juni etwa haben die Thalwiler ihr Mobilfunkgeschäft definitiv an den irischen IOT-Spezialisten Trasna verkauft. Damit will sich U-Blox auf seine Kernkompetenzen im Bereich der Positionierungstechnologien konzentrieren.
