Der Hightechkonzern ABB baut seine Partnerschaft mit dem KI-Chip-Riesen Nvidia in den Bereichen KI-Rechenzentren und Robotik massiv aus. So hat ABB die Integration seiner digitalen 3D-Anlagen in den Nvidia Omniverse DSX Blueprint bekannt gegeben. Dadurch könnten Entwickler elektrische und thermische Systeme von KI-Fabriken vorab virtuell testen, heisst es. Dies baue direkt auf der Kooperation für 800-Volt-Gleichstrom-Architekturen auf.
Über den Geschäftsbereich ABB Robotics fliessen zudem Nvidia-Omniverse-Bibliotheken direkt in ABBs Programmiersoftware Robotstudio ein.
Die ab der zweiten Jahreshälfte verfügbare Software-Plattform "Robotstudio Hyperreality" soll die Lücke zwischen Simulation und Realität (Sim-to-Real) mit einer Genauigkeit von bis zu 99 Prozent verringern. Grosskunden wie der Elektronikfertiger Foxconn und das US-Unternehmen WORKR testen die KI-gestützten Systeme den Angaben zufolge bereits in der Praxis, um Produktionsabläufe flexibler zu gestalten.
Laut offiziellen Informationen von ABB Robotics führt die tiefere Nvidia-Integration zu deutlichen Optimierungen in Werkshallen. So könnten etwa die Produktionskosten durch weniger physische Prototypen um bis zu 40 Prozent reduziert und die Markteinführungszeiten (time-to-market) halbiert werden. Hinsichtlich des Setups soll es bis zu 80 Prozent Zeitersparnis bei der Systemintegration geben, so ABB.
