Für den Automatisierungskonzern ABB war das abgelaufene Jahr ein Rekordjahr. So kletterte der Umsatz im Vergleich zum Jahr davor um 3 Prozent auf 32,85 Milliarden Dollar, gleichzeitig nahm das Auftragsvolumen um 1 Prozent auf 33,69 Milliarden zu. Und unter dem Strich legte der Konzerngewinn um 5 Prozent auf 3,94 Milliarden Dollar zu.
In der Folge verbesserte sich auch die operative Marge deutlich von 16,9 auf 18,1 Prozent. Damit pirscht sich der Konzern sukzessive an die obere Bandbreite der mittelfristig angepeilten 16 bis 19 Prozent heran.
Überrascht hat ABB speziell mit einem starken Schlussquartal. Der vergleichbare Umsatz legte zwischen Oktober und Dezember im Vergleich zum Jahr davor um 5 Prozent auf 8,59 Milliarden US-Dollar zu. Der Reingewinn kletterte in diesem Zeitraum um 7 Prozent auf 987 Millionen Dollar.
ABB-Chef Morten Wierod gibt sich auch für das neue Jahr optimistisch: "Im neuen Jahr streben wir erneut Rekordwerte an," betont er. Konkret werde ein Wachstum des vergleichbaren Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine höhere Marge als im Vorjahr angepeilt. Wierod erwartet sich einiges von der Künstlichen Intelligenz (KI), die bei ABB vor allem dank der höheren Investitionen in Datacenter einschenke. "Der Bedarf nach Datacentern wird stark bleiben", gibt sich der ABB-CEO überzeugt. 2024 hätten Datacenter 15 Prozent zum Auftragseingang des Geschäftsbereichs Elektrifizierung beigetragen, in den Jahren davor waren es 12 respektive 8 Prozent. Der Trend zeige also nach oben. Daran werde auch die chinesische KI-Lösung Deepseek nicht viel ändern. "Wir haben unsere Kunden gefragt, ob sie ihre Investitionspläne deswegen anpassen werden - und sie tun es nicht", lässt Wierod wissen.
